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laut.fm, Stream-Hoster oder eigener Server? Drei Wege im Vergleich

laut.fm, Stream-Hoster oder eigener Server? Drei Wege im Vergleich

Kostenlos auf der Plattform, bequem beim Hoster oder alles selbst in der Hand? Jeder der drei Wege zum eigenen Webradio hat einen Preis — nur steht er nicht immer auf der Rechnung.

Bastian Jobst Bastian Jobst · Veröffentlicht 11.06.2026 · Stand Juni 2026

Die Frage nach dem richtigen Hosting entscheidet mehr als jede andere am Anfang: was dich der Sender kostet, wie viel Freiheit du hast und wer nachts aufstehen muss, wenn der Stream hängt. Hier die drei Wege im ehrlichen Vergleich.

Weg 1: laut.fm — die Plattform

laut.fm aus Konstanz gibt es seit 2005, und das Modell ist einzigartig in Deutschland: Du bekommst eine eigene Station auf der Plattform, lädst deine Musik hoch, planst dein Programm — und zahlst nichts. GEMA und GVL übernimmt laut.fm komplett.

Der Preis ist Kontrolle. Du sendest in deren System, mit deren Player und deren Regeln. Die Stream-Infrastruktur gehört der Plattform, und für neue Stationen gibt es zeitweise eine Warteliste. Wer sein Radio irgendwann auf eigene Beine stellen will, fängt dort praktisch von vorn an.

Für wen: Alle, die herausfinden wollen, ob ihnen Radiomachen liegt — ohne einen Euro zu riskieren. Als Testlauf unschlagbar.

Weg 2: Stream-Hoster — der Mittelweg

Für 5 bis 20 Euro im Monat bekommst du einen fertig eingerichteten Icecast- oder Shoutcast-Server mit Web-Oberfläche, AutoDJ und Support. Du lädst Musik hoch, richtest dein Programm ein, und der Hoster kümmert sich um Updates, Backups und Erreichbarkeit. Abgerechnet wird meist nach gleichzeitigen Hörern — 50 Slots reichen am Anfang dicke.

Wichtig: Der Hoster liefert die Technik, nicht die Lizenz. GEMA und GVL meldest du selbst an, was das kostet, steht hier.

Für wen: Alle, die einen echten eigenen Sender mit eigener Stream-URL wollen, aber keine Lust auf Serververwaltung haben. Der vernünftigste Weg für die meisten.

Weg 3: Eigener Server mit AzuraCast — die Vollkontrolle

AzuraCast ist ein kostenloses Open-Source-Paket, das alles bündelt, was ein Webradio braucht: Icecast, Liquidsoap als AutoDJ, Statistiken, Mediathek und Web-DJ-Zugänge für dein Team. Installiert wird per Docker auf einem gemieteten VPS ab etwa 5 Euro im Monat — die Anleitung ist gut, ein Nachmittag reicht meist.

Dafür bist du jetzt der Administrator. Sicherheitsupdates, Backups, ein voller Speicher um Mitternacht: alles deins. Wer das als Bastelfreude empfindet, wird AzuraCast lieben. Wer einfach nur senden will, ärgert sich.

Für wen: Technikaffine, die maximale Kontrolle und volle Datenhoheit wollen und einen kleinen Admin-Aufwand nicht scheuen.

Die Entscheidungshilfe

  • Du willst erst mal testen, ob Radio dein Ding ist? laut.fm.
  • Du willst einen eigenständigen Sender ohne Server-Bastelei? Stream-Hoster.
  • Du willst alles selbst in der Hand haben und kannst mit Docker umgehen? AzuraCast.

Egal welcher Weg: Die Frage nach dem Streaming-Server selbst beantwortet der Vergleich Shoutcast oder Icecast, und das große Ganze steht im Guide Webradio erstellen.

Häufige Fragen

→ Weitere Ratgeber ansehen → Radio hören — der Guide