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Internetradio — tausende Sender, ein Zugang, alles kostenlos

UKW gibt dir vielleicht 30 Sender, wenn du Glück hast. Internetradio gibt dir Tausende. Aus deiner Stadt, aus Tokio, aus einem Wohnzimmerstudio in Bremen. Alles über den Browser, ohne App, ohne Anmeldung. Hier siehst du, was dahintersteckt — und vor allem: wie du in dieser Auswahl das findest, was du wirklich hören willst.

2.400+
geprüfte Sender bei uns
50
Genres und Sub-Stilrichtungen
236
Städte mit eigenen Sendern
0 €
Kosten — komplett gratis

Was Internetradio überhaupt bedeutet

Im Kern ist Internetradio nichts anderes als klassisches Radio — nur dass der Sender seinen Audiostrom ins Internet schickt statt über einen Funkturm. Du klickst auf einen Sender, dein Browser holt sich den Stream, und du hörst live mit. Genau so, wie du UKW über die Antenne empfangen würdest, nur eben über die Datenleitung.

Der Begriff „Internetradio" wird übrigens austauschbar mit „Webradio" oder „Online Radio" verwendet. Alle drei meinen dasselbe. Wenn dich die technische Seite genauer interessiert, Streams und Bitraten und Formate, haben wir das auf unserer Webradio-Seite ausführlich erklärt. Hier geht es eher darum, was du damit anfangen kannst.

Was Internetradio kann, was UKW nicht kann

Der Unterschied wird erst dann richtig spürbar, wenn man sich klarmacht, was UKW eigentlich für eine Beschränkung ist. Frequenzen sind knapp. Eine Sendelizenz ist teuer und langwierig. Ein kleines Programm für 500 Hörer aus dem Bayerischen Wald? Lohnt sich nicht. Ein Sender, der ausschließlich italienische Schlager aus den 70ern spielt? Existiert auf UKW nicht.

Im Internet ist das umgekehrt. Wer einen Server mieten kann und sich mit der Software auseinandersetzt, betreibt seinen eigenen Sender — die Hürde liegt eher bei der GEMA als bei der Technik. Daraus folgt eine Welt, die UKW gar nicht abbilden kann. Drum-and-Bass-Sender, die rund um die Uhr nur ein einziges Subgenre senden. Hörspiele für Erwachsene, die keine UKW-Sendezeit bekommen würden. Regionale Webradios aus Orten, die zu klein für eigene Frequenzen wären. All das findet sich im Internet.

Konkret heißt das Vielfalt, die du auf UKW gar nicht findest. Nicht jede Stadt hat einen UKW-Sender, aber jede Stadt mit halbwegs aktiver Musikszene hat irgendein Webradio. Bei uns sind es aktuell rund 235 Städte aus Deutschland, von Hamburg und München bis runter zu Orten wie Spremberg oder Lüneburg.

Welche Genres und Themen es gibt

Die Genre-Tiefe ist eigentlich der größte Witz an Internetradio. UKW kennt die groben Schubladen, Pop, Rock, Schlager, Klassik, fertig. Im Internet wird es feinkörniger. Schlager zerfällt in klassischen Schlager, Discofox, Volksmusik, neuen deutschen Pop-Schlager. Elektronische Musik teilt sich auf in Techno, Trance, House, Drum and Bass, Dubstep, Hardstyle. Jedes mit eigenen Sendern. Manche davon mit fünf, manche mit fünfzig.

Die größten Genre-Kategorien bei uns auf einen Blick:

Wer es noch granularer will, findet bei allen Genres im Überblick auch die Nischen — Hardbase, Italo-Disco, Filmmusik, Reggae, Country, Punk, Gothic. Insgesamt 50 Stilrichtungen mit je passenden Sendern.

Neben Genres gibt es noch eine zweite Sortier-Logik. Stimmung statt Stilrichtung. Bei den Moods haben wir Sender nach Situationen zusammengestellt. Für die Nacht, für den Sport, für die Arbeit, für die Fahrt nach Hause. Manchmal weißt du nicht, welches Genre gerade passt, sondern nur, in welcher Stimmung du bist. Dafür sind die Moods da.

Regionale Sender — Heimat zum Reinklinken

Eine Eigenheit deutscher Internetradios ist die regionale Verbundenheit vieler Sender. Webradios sind oft Herzensprojekte einzelner Personen oder kleiner Teams aus einer bestimmten Gegend, mit Lokalkolorit, lokalen Veranstaltungstipps, lokaler Musik. Wer aus dem Ruhrgebiet kommt und in München lebt, hört da plötzlich vertraute Stimmen aus der alten Heimat.

Bei uns findest du Sender sortiert nach Bundesland: Bayern, NRW, Berlin, Baden-Württemberg und die anderen 13. Innerhalb der Bundeslandseiten kannst du nach Stadt filtern — gerade in NRW wird das spannend, dort haben wir Sender aus allen größeren Städten. Aktuell liegt unser Schwerpunkt auf Deutschland; Sender aus Österreich und der Schweiz nehmen wir nach und nach mit auf.

Internationale Sender — die Welt im Browser

Hier wird Internetradio fast schon philosophisch interessant. Du kannst um vier Uhr morgens einen Sender aus Buenos Aires laufen lassen, der gerade Tango spielt. Oder einen japanischen Lo-Fi-Sender. Oder klassische Chansons aus einem kleinen Studio in Lyon. Geographische Distanz spielt keine Rolle mehr — Klangqualität ist überall die gleiche.

Genau das ist der Reiz. Du landest bei Musik, die dir kein Streaming-Algorithmus je vorgeschlagen hätte. Spotify und Apple Music spielen dir vor, was deinem bisherigen Hörverhalten ähnelt, das ist ihr Job. Ein Sender aus Lyon kennt dein Hörverhalten nicht und interessiert sich auch nicht dafür. Plötzlich landest du bei einer Sängerin, deren Namen du nicht aussprechen kannst, die dich aber die nächste halbe Stunde begleitet.

Wie du in dieser Auswahl etwas Gutes findest

Bei tausenden Sendern stellt sich eine praktische Frage: Wo überhaupt anfangen? Vier Wege funktionieren bei uns gut, und keiner davon erfordert eine Anmeldung.

Wer genau weiß, was er will, geht über die Genre-Seite. Schlager, Rock, Techno, was auch immer. Dort sind alle passenden Sender nach Beliebtheit sortiert. Drei klicken, einen behalten.

Wem die Stimmung wichtiger ist als das Genre, der schaut bei den Moods. „Zum Einschlafen" ist zum Beispiel genre-übergreifend, da läuft Klassik neben Lounge neben Ambient. Nützlich, wenn man nach Wirkung sucht, nicht nach Stil.

Mit der Suchleiste oben kommst du am schnellsten zum Ziel, wenn du einen bestimmten Sender oder ein Stichwort im Kopf hast. Funktioniert auch für Städtenamen oder Themen.

Und ehrlich gesagt: oft funktioniert der Holzhammer am besten. Einfach durchklicken. Genre wechseln, Sender wechseln, jeder neue Sender startet sofort, ohne Vorhören. Wenn dir einer gefällt, Stern dran, fertig.

Wir beobachten oft den gleichen Ablauf: Am Anfang werden in zwei Minuten zehn Sender quer durchgeklickt, dann findet jemand einen, der ihn wirklich packt. Den hört er dann eine Stunde lang am Stück. So tickt das Format.

Wie du Internetradio konkret startest

Eigentlich nichts kompliziertes. Auf radiodienste.de gehen, irgendeinen Sender auf der Startseite anklicken, fertig — du bist drin. Wenn du gezielt etwas suchst, nutz die Genre-Liste oder die Suche oben.

Die einzige Voraussetzung ist eine Internetverbindung. Stream-Qualität liegt bei uns zwischen 128 und 320 kbit/s, je nach Sender — das macht etwa 60 bis 145 MB pro Stunde, falls du auf mobiles Datenvolumen achten musst. Im WLAN spielt das keine Rolle.

Welche Geräte funktionieren? Im Prinzip alle. Ausführliche Anleitungen für die häufigsten Setups haben wir extra geschrieben: im Auto, am Handy, über Alexa. Auf diesen Seiten erfährst du, was zu beachten ist und wo die typischen Stolperfallen liegen.

Häufig gestellte Fragen zu Internetradio

Worin unterscheidet sich Internetradio von Spotify oder Apple Music?

Streaming-Dienste sind Bibliotheken — du suchst dir aus, was läuft. Internetradio ist kuratiert: ein Mensch oder ein Programm wählt für dich aus. Das hat einen Vorteil, der oft unterschätzt wird. Du hörst Sachen, die du selbst nie angeklickt hättest. Spotify schlägt dir vor, was deinem Profil ähnelt. Radio bringt dich raus aus deiner Bubble. Beide Welten haben ihre Berechtigung — aber Radio ersetzt keine Playlist, sondern macht etwas anderes.

Wie viele Internetradio-Sender gibt es eigentlich?

Weltweit deutlich über 50.000, je nachdem wie man zählt. Viele kommen und gehen, manche senden nur abends, andere laufen seit zwanzig Jahren ununterbrochen. Bei uns auf Radiodienste sind es aktuell knapp 2.400 deutschsprachige und internationale Sender, alle automatisch geprüft auf Erreichbarkeit. Das reicht, um sich monatelang nicht zu wiederholen.

Sind alle Sender kostenlos?

Ja. Internetradio funktioniert wie das normale Radio — finanziert über Werbung, Spenden oder einfach aus Leidenschaft betrieben. Bei uns brauchst du keinen Account, keine App, kein Abo. Browser auf, Sender wählen, fertig.

Brauche ich für Internetradio eine spezielle App?

Nein, ein normaler Browser reicht. Ob Chrome, Firefox, Safari oder Edge — überall läuft das Ganze. Für unterwegs gibt es Apps, die das bequemer machen, aber Pflicht ist nichts. Auf dem Smartphone funktioniert die Webseite genauso gut wie eine App.

Funktioniert das auch mit internationalen Sendern?

Internetradio kennt keine Grenzen. Brasilianischer Bossa Nova, japanischer City Pop, französische Chansons aus den 60ern, isländische Indie-Sender — alles streamt dir mit derselben Qualität ins Wohnzimmer wie der WDR. Wir bei Radiodienste konzentrieren uns derzeit auf den deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkt Deutschland. Wer gezielt internationale Sender sucht, findet bei den großen weltweiten Verzeichnissen das volle Spektrum.

Brauche ich eine permanente Internetverbindung?

Ja, der Stream kommt live über die Leitung. Anders als bei Spotify gibt es keinen Offline-Modus — Radio ist eben Radio, nicht aufgenommen. Verbindungsabbrüche verzeiht der Player aber gut, ein paar Sekunden Puffer fängt er ab. Im Funkloch bricht die Wiedergabe ab und startet automatisch neu, sobald du wieder Signal hast.

Ist es legal, ausländische Sender in Deutschland zu hören?

Ja, vollkommen legal. Du bist nur Hörer, nicht Sender. Die GEMA-Pflichten und Rundfunklizenzen liegen beim Sender selbst, nicht bei dir. Du kannst also bedenkenlos einen Sender aus Tokio oder Buenos Aires laufen lassen.

Direkt loshören

Über 2.400 Sender, sortiert nach Genre und Region. Browser auf, Sender wählen.

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